Über uns
Das GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung fokussiert sich auf die Erforschung des Systems Erde. Hierbei steht einerseits ein verbessertes System- und Prozessverständnis im Fokus, andererseits wird auch die Interaktion mit den Menschen analysiert. Die Erforschung und Analyse von Naturgefahren wie Hochwasser und Strategien zur Risikoreduktion auch unter Berücksichtigung des globalen Wandels nehmen eine besondere Rolle an.
Die Sektion Hydrologie beschäftigt sich mit daten- und simulationsbasierten Analysen der gesamten Hochwasserrisikokette – von Starkregenereignissen über hydrologische und hydraulische Prozesse bis hin zu Überflutungen und potenziellen Schäden. Dabei werden atmosphärische, hydrologische und sozioökonomische Daten und Modelle miteinander verknüpft, um Hochwasserereignisse ganzheitlich zu analysieren.
Eine besondere Stärke liegt in der modellbasierten Simulation komplexer Hochwasserszenarien. Hierfür werden verschiedene Modelle gekoppelt, um langfristige Klima- und Abflussentwicklungen sowie mögliche Überflutungen und deren Auswirkungen realistisch abzubilden. So können Hochwasserrisiken besser bewertet und zukünftige Entwicklungen unter veränderten klimatischen Bedingungen untersucht werden.
Unsere Ziele in KAHR
Wir entwickeln lokal verortete und praxistaugliche Klimaszenarien, die als Grundlage für die Bewertung von Schutzzielen und Schutzmaßnahmen dienen. Gemeinsam mit Praxispartnern werden Extremszenarien sowohl für heutige als auch für zukünftige Klimabedingungen erarbeitet.
Darauf aufbauend analysieren wir mithilfe hydrologischer und hydraulischer Modelle, wie sich die Wirksamkeit bestehender und geplanter Hochwasserschutzmaßnahmen unter den Bedingungen des Klimawandels verändert. Neben regulären Bemessungsereignissen berücksichtigen wir dabei auch Worst-Case-Szenarien, um potenzielle Risiken umfassend bewerten zu können. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Identifikation besonders betroffener Elemente, beispielsweise kritischer Infrastrukturen, sowie der Entwicklung von Maßnahmen zur Stärkung der Resilienz.
Wir tragen damit insbesondere zur Weiterentwicklung von Methoden und Strategien für einen klimaresilienten Wiederaufbau bei. Darüber hinaus unterstützen wir die Bereitstellung wissenschaftlicher Erkenntnisse für die Praxis der Wasserwirtschaft und räumlichen Planung, die Entwicklung differenzierter Schutzziele unter veränderten hydrologischen Bedingungen sowie die Analyse von Synergien zwischen natürlichem und technischem Hochwasserschutz. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Transfer der gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen in andere Regionen Deutschlands und Europas.
Unser Team
- Prof. Dr. Bruno Merz
- Dr. Heiko Apel
- Dr. Sergiy Vorogushyn
- Dr. Viet Dung Nguyen
Kontaktdaten
Prof. Dr. Bruno Merz
Deutsches GeoForschungsZentrum Potsdam
Sektion 4.4 Hydrologie
Telegrafenberg
14473 Potsdam
Tel.: +49 (0) 331-6264-1500
E-Mail:



