BMBF-Projekt KAHR für Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen: Klima-Anpassung, Hochwasser und Resilienz

Forschungsverbund KAHR startet in die zweite Phase

Am 11. und 12. Mai 2026 fand der Kick-Off für KAHR2.0 in Bad Neuenahr-Ahrweiler statt.

Nachdem im interdisziplinäre Forschungsverbund „Klima-Anpassung, Hochwasser, Resilienz“ (KAHR) bereits wichtige Anstöße für einen nachhaltigen und resilienten Wiederaufbau nach dem Hochwasser im Ahrtal und in Nordrhein-Westfalen erarbeitet wurden, startet mit KAHR2.0 die zweite Förderphase. In KAHR2.0 wollen die Partner unter Koordination der Universität Stuttgart und der RWTH Aachen University bisherige Maßnahmen analysieren, Best Practices identifizieren und Strategien entwickeln, die Wiederaufbauprojekte europaweit nutzen können.

Anlässlich zum KAHR2.0 Kick-Off gab es am 11. Mai von 11:00 bis 11:45 Uhr ein Pressegespräch zum Thema: „Nachhaltiger und resilienter Wiederaufbau nach Flutkatastrophen“ im Haus des Gastes in Altenahr.

Dr. Silke Launert, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) erklärte zu dem vom BMFTR geförderten Forschungsverbund: „Mit unserer Förderung für KAHR2.0 führen wir als Forschungsministerium unsere Unterstützung für den Wiederaufbau nach dem Hochwasser im Ahrtal fort. Dabei setzen wir auf die Zusammenarbeit von Forschung und Verwaltung, von Bund, Ländern und Kommunen. Die Ergebnisse sollen über das Ahrtal hinaus auch anderen flutbetroffenen Regionen bei Wiederaufbau und Klimaresilienz zu Gute kommen.“

Herr Prof. Dr.-Ing. Jörn Birkmann erklärte: „Auch wenn es noch sehr viel zu tun gibt, hat KAHR in der ersten Projektphase schon konkrete Wirkungen entfaltet und Verbesserungen bewirkt, die die Fähigkeit der flutbetroffenen Regionen zur Bewältigung von Hochwasserereignissen dauerhaft erhöhen. Die „10 Empfehlungen für einen zukunftsgerichteten und klimaresilienten Wiederaufbau“, die der Verbund in der ersten Förderphase erarbeitet hat, wirken sich inzwischen direkt auf Entscheidungen über Wiederaufbauprojekte aus“.

Herr Prof. Dr.-Ing. Holger Schüttrumpf erläuterte: „Wichtige Befunde und Empfehlungen aus der KAHR-Forschung lassen sich in andere Regionen übertragen. Dies beinhaltet zum Beispiel die Notwendigkeit, Verklausung an Brücken in Hochwassergefahren- und Risikokarten zu berücksichtigen und Brücken hochwasserangepasst hinsichtlich ihrer Standfestigkeit und Wirkung als Abflusshindernis zu gestalten“. Er verwies weiter auf die Publikation zu den Ergebnissen der ersten Förderphase „Die Flutkatastrophe 2021: Vom Wiederaufbau zur Klimaresilienz“.

Im Rahmen von KAHR2.0 wollen die Partner die Wirkung und Akzeptanz neuer technischer und natürlicher Maßnahmen und der Wiederaufbauförderung für ausgewählte Teilbereiche der Region untersuchen sowie Potenziale gesetzlicher Änderungen und Probleme im noch andauernden Wiederaufbau ermitteln. Des Weiteren soll aufgezeigt werden, wie sich gesetzliche Änderungen im Baurecht und der Bundesraumordnungsplan Hochwasserschutz auf den Wiederaufbau konkret vor Ort auswirken und welche Hemmnisse es für einen klimaresilienten und schnellen Wieder- und Neuaufbau gibt.

Bei dem KAHR2.0 Kick-Off im Rodderhof in Ahrweiler besprachen die Verbundpartner Ziele und Perspektiven von KAHR2.0. In ersten Workshops zu Schutzzielen und Klimafaktoren, der Wirkung des rechtlichen Rahmens und der Wiederaufbauförderung und dem geplanten Digitalen Tool und Erfahrungsaustausch legten sie gemeinsame Grundlagen und besprachen erste Arbeitsschritte.

Projektbüro KAHR 2.0

Frau Dr.-Ing. Stefanie Stenger-Wolf

Tel:  +49 (0) 241 80 25748
E-Mail: kahr-nrw@iww.rwth-aachen.de

Lehrstuhl und Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft an der RWTH Aachen University
Mies-van-der-Rohe-Straße 17 | 52074 Aachen


Projektbüro RLP (bis Feb. 2025)

Frau Tanja Nietgen

Tel:  49 (0) 2641 973 570 
E-Mail: kahr-rlp@iqib.de

IQIB  -  Institut für qualifizierende Innovationsforschung und -beratung GmbH
Kurgartenstraße 1  | 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler

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